Carl Heinrich Becker
Quelle: Bundesarchiv, Bild 146-2005-0165 / unbekannt / CC-BY-SA
Carl Heinrich Becker

Der parteilose Carl Heinrich Becker war Orientalist und engagierter Hochschulreformer. 1916 wurde er Referent im preußischen Kultusministerium und 1919 Unterstaatssekretär. Im Jahr 1921 nur für einige Monate, dann aber von 1925-1930 wurde er Minister des preußischen Ministeriums für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung. Der reformfreudige Becker setzte sich stark für eine Demokratisierung der Hochschulverwaltung ein und war, den Ideen der reformpädagogischen Bewegung gegenüber, sehr aufgeschlossen. Mit vielen Protagonisten der Bewegung stand er in Kontakt. So auch z.B. mit Georg Götsch, dem Begründer und Leiter des Musikheimes in Frankfurt (Oder). Becker zeichnete sich maßgeblich für die Akademisierung der Volksschullehrerausbildung und der damit einhergehenden Gründung der pädagogischen Akademien verantwortlich. "Die Universitäten sind dazu da, neue Erkenntnisse zu bringen, die technischen Hochschulen neue Wege in der Technik, die Kunsthochschulen eine neue Kunstgesinnung; die Pädagogischen Akademien aber sollen uns den neuen Menschen bringen."