Frankfurt nach dem Ersten Weltkrieg

Dachkonstruktion des Turmzimmers
Dachkonstruktion des Turmzimmers

Frankfurt (Oder) nach dem Ersten Weltkrieg

Die nach dem Ersten Weltkrieg entstandenen neuen Ostgrenzen – Posen und Westpreußen waren polnisch geworden – hatten große Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation Frankfurts, da damit die alten Handelsverbindungen in den Osten verlorengegangen waren. Durch die neu entstandene Grenzlage hatte Frankfurt nun aber Anspruch auf „Osthilfe“ und die Förderung kultureller Maßnahmen, um die Wirtschaftskraft und die kulturelle und politische Bedeutung der Stadt zu stärken – Frankfurt wurde zur sogenannten „Hauptstadt der mittleren Ostmark“.

Besondere Bedeutung hatte in diesem Zusammenhang die Verlegung der Eisenbahndirektion Osten von Berlin nach Frankfurt im Jahr 1923. Dafür wurden zunächst der Bahnhof und seine Umgebung baulich neu gestaltet, um die neugewonnene Bedeutung Frankfurts als Eisenbahn-Knotenpunkt zu verdeutlichen. Für die zahlreichen, nun nach Frankfurt umziehenden Beamten wurde zudem ein umfangreiches Wohnungsbauprogramm erforderlich. Dafür stellte die Stadt u.a. das Gelände des
Paulinenhofes, einem ehemaligen Gutshof, in der Nuhnen-Vorstadt zur Verfügung.

>> weiter zu: Das Musikheim und die Pädagogische Akademie

Comments are closed.