Bauhaus und staatliche Bauhochschule

Bauhaus und staatliche Bauhochschule

Gropius und Bartning – die Entwicklung der Bauhaus-Idee und ihre Umsetzung
Die Gründung des Bauhauses in Weimar im Jahre 1919 ist eng mit dem Namen Walter Gropius verbunden. Gropius hatte das Gründungsmanifest des Bauhauses verfasst und die entscheidenden Schritte zur Gründung der Hochschule getan.

Weniger bekannt ist, dass es der Unterrichtsauschuss des Arbeitsrates für Kunst war, der – unter Leitung Otto Bartnings und prägender Mitwirkung Walter Gropius’ – das Unterrichtskonzept für eine neuausgerichtete Ausbildung der bildenden Künstlern und Architekten auf Grundlage des Handwerkes entwickelt hatte, welches seine praktische Umsetzung im Bauhaus fand.

Wenig bekannt ist auch die Geschichte der „Staatlichen Hochschule für Handwerk und Baukunst“, kurz Staatliche Bauhochschule genannt, die als direkte Nachfolge-Einrichtung des Bauhauses in Weimar gegründet wurde und von 1926-1930 bestand. In dieser Hochschule hatte ihr Leiter Otto Bartning sein Konzept einer integrierten Ausbildung von Handwerkern und Architekten verwirklicht.

Während das Bauhaus zum Mythos wurde, ist die Staatliche Bauhochschule – zu Unrecht – weitgehend aus dem Blickfeld verschwunden. Der Architektur-Historiker Julius Posener hat die Staatliche Bauhochschule einmal als das „andere Bauhaus“[1] bezeichnet und damit deren Anspruch gewürdigt, moderne Architektur und Gestaltung in einer baubezogenen produktiven Werkgemeinschaft zu verwirklichen.

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[1] Posener, Julius: Vorlesungen zur Geschichte der Neuen Architektur II, in: Arch +, 1980, Heft 53, S. 72

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