Bartning Galerie

Gustav Adolf Kirche
Gustav-Adolf-Kirche in Berlin-Charlottenburg, Entwurf von 1929, erbaut von 1932-1934. Der fächerförmige Grundriss und die in der Höhe gestaffelten Längsbinder, als sichtbare Stahlbetonkonstruktion ausgeführt, vermitteln der Eindruck einer fünfschiffigen Basilika. Wichtiges Werk der „Neuen Sachlichkeit“. Schwere Kriegsbeschädigungen durch Fliegerangriffe 1943 und 1944. Provisorische Wiederherstellung unter Bartning 1950-1951, 1962-1963 etwas vereinfachter, aber weitgehender orginalgetreuer Wiederaufbau.

Langer Jammer Berlin
Wohnblock “Langer Jammer” (1929-1931) in der Großsiedlung Siemensstadt, auch „Ringsiedlung“ genannt nach den beteiligten Architekten, die Mitglieder der Architektenvereinigung “Der Ring“ waren. Der Wohnblock verläuft in Ost-West-Richtung entlang der Bahnstrecke. Die Siedlung ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes „Siedlungen der Berliner Moderne“ (seit 2008) und gilt als einer der Höhepunkte des Neuen Bauens in Berlin.

Notkirchenprogramm
Das Notkirchenprogramms wurde ab Dezember 1945 durch Otto Bartning und Eugen Gerstenmaier entwickelt, nachdem durch die Zerstörungen vieler Kirchen im Zweiten Weltkrieg und den Zuzug zahlreicher Flüchtlinge ein zusätzlicher Bedarf an Kirchenräumen entstanden war.
Bartning entwarf mehrere Typenkirchen mit einem vorgefertigten Holztragwerk, welches als Bausatz auf die Baustelle geliefert wurde. Die Fundamente und Wände sollten durch die Gemeindemitglieder selbst erstellt werden. Viele dieser Notkirchen wurden durch Spenden aus dem Ausland finanziert.
Im Mai 1946 war offizieller Baubeginn der ersten Notkirche, der Auferstehungskirche in Pforzheim (Einweihung im Oktober 1948) – der erste evangelische Kirchenneubau nach dem Zweiten Weltkrieg und Prototyp des Programms. Im Rahmen des Notkirchen-Programms entstanden bis 1951 deutschlandweit 43 Notkirchen, von denen die meisten noch erhalten sind.

Stahlkirche
Stahlkirche (1928) auf der Internationalen Presseausstellung (“PRESSA”) – die erste deutsche Medienausstellung – auf dem Kölner Messegelände. Die Stahlkirche bestand aus vorfabrizierten Bauteilen und bekam große Beachtung. Nach dem Ende der Austellung erfolgte der Wiederaufbau der Stahlkirche in Essen-Holsterhausen, Zerstörung 1943.

Sternenkirche
Entwurf für die Sternkirche (1921-1922), welcher zu den bedeutensten Kirchen-Entwürfen des 20.Jahrhunderts gehört. In diesem sind die Ideen verwirklicht, welche Bartning in seinem Buch „Vom neuen Kirchbau“ dargelegt hatte: Gliederung in eine Predigt- und eine Feierkirche – die Predigtkirche ist auf die Kanzel und den Altar ausgerichtet, die Feierkirche ausschließlich auf den Altar. Es blieb beim Entwurf – die Sternkirche wurde nie gebaut.

Wylerberg
Haus Wylerberg (1921-1924) bei Kleve (heute Niederlande), Wohnhaus für Marie Schuster-Hiby, ein wichtiges Bauwerk des Expressionismus. Das Wohnhaus wurde konsequent in den zu dieser Zeit populären Kristallformen erbaut, welche für Reinheit und Unendlichkeit standen und Symbol einer „kommenden Gesellschaft“ waren, seit 1985 unter Denkmalschutz.

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