Architektur

Zeichnung: Das Musikheim vom Teich aus gesehen
Zeichnung: Musikheim vom Teich
aus gesehen, Quelle: Stadtarchiv Frankfurt (Oder)
Zeichnung: Aussenansicht des Musikheims
Zeichnung: Aussenansicht des Musikheims, Quelle: Stadtarchiv Frankfurt (Oder)

Die Architektur

Der Bau des Musikheims wurde mit einem sehr knappen Budget von rund 300.000 Reichsmark (RM) verwirklicht, was einem Wert von 30 RM/m³ umbauter Raum entsprach. Diese Summe reichte für eine solide und ortsübliche Ausführung. Die konventionelle Bauweise des Gebäudes steht im Gegensatz zur modernen Grundrisskonzeption. Das Musikheim ist ein Bau, dessen Grundriss aus dem Innern heraus entwickelt und in seiner Gestaltung vollkommen auf seine Funktion und die Bedürfnisse seiner Bewohner abgestimmt ist. Auf eine repräsentative Gestaltung des Äußeren und eine Einbindung in die Umgebung wurde dabei fast völlig verzichtet.

Die verschiedenen Funktionsbereiche – Wohntrakt, Wirtschaftsflügel, Verwaltungsflügel, Halle etc. – sind additiv zusammengefügt und bilden einen offenen, weitgestreckten Grundriss. Verbindende gestalterische Elemente sind das durchgängig verwendete Ziegelsteinmauerwerk in schlichter, traditionell-handwerklicher Ausführung und die dunkel engobierten Dachpfannen der Satteldächer. Im Innern werden die Gebäudeteile durch einen langen Flur, der fast ohne Unterbrechung wie eine Lebensader das gesamte Musikheim durchzieht, verbunden. Der introvertierte Charakter der Gesamt-Anlage legt dabei den Vergleich mit mittelalterlichen Klosteranlagen nahe. Das Zentrum des Musikheims bildete die große, lichtdurchflutete Halle mit offenem Dachstuhl, die die anderen Gebäudeteile deutlich überragte. Die Halle bot Platz für bis zu 500 Menschen und wurde für Theateraufführungen und Tanzveranstaltungen im Rahmen der Lehrgänge sowie als Festsaal genutzt.

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