Spielzeit2

Die Intendanten/-Innen von 1946 – 2000
>> 1946 – 1948 Curt Asmus-Bach
>> 1948 – 1949 Willy Linke
>> 1949 – 1950 Frank Lothar
>> 1950 – 1952 Ursula Kempf
>> 1952 – 1957 Heinz Erich Isterheil
>> 1957 – 1961 Walter Brunken
>> 1961 – 1967 Günther Klingner
>> 1967 – 1969 Gertrud Eylitz
>> 1969 – 1973 Georg Roth
>> 1973 – 1983 Walter Brunken
>> 1983 – 1989/90 Jürgen Fricke
>> 1990 – 1994 Marie-Luise Preuß
>> 1994 – 2000 Manfred Weber

Fortsetzung “Die Spielzeit – Teil 2″

Im Oktober 1952 wurde während der Heinrich von Kleist Gedenktage, anlässlich des 175. Geburtstages des Dichters, das Theater in „Kleist-Theater“ umbenannt. Diesen Namen behielt das Theater bis zur Schließung bei.
Bis 1955 wurde das ehemalige Musikheim immer weiter an die Bedürfnisse eines Theaterbetriebes angepasst. Der Orchesterraum wurde vergrößert, Tischler-, Maler- und Schlosserwerkstätten, Kostümfundus usw. gebaut und der Eingang umgestaltet. Im Zuschauerraum wurde ein zusätzlicher Rang eingebaut und über dem großen Saal ein Bühnenhaus errichtet. Bei den Arbeiten halfen sowohl das technische als auch das künstlerische Personal mit. 1955 wurde endlich beschlossen, ein Neubau für das Theater auf dem Grundstück des alten Stadttheaters, dem ehemaligen Wilhelmplatz, zu errichten, was aber wegen einer anderweitigen Bebauung wieder aufgegeben wurde.[5]
Ab Ende der 50er Jahre wurde die Forderung lauter, die Arbeiter bzw. Werkstätigen aktiver an Kunst und Kultur zu beteiligen. Auch das Kleist-Theater sollte eine engere Beziehung zur Arbeiterklasse aufbauen. Zu den Anfang der 50er Jahren gestarteten Zuschauerkonferenzen wurden nun auch Freundschaftsverträge und Vereinbarungen über die Zusammenarbeit mit Betrieben, Vereinen und Institutionen geschlossen.
Ziel dieser Vereinbarungen und Verträge war es, „das freundschaftliche Verhältnis zwischen Künstlern und Werktätigen noch enger zu gestalten”, denn „in einer einheitlichen gleichmäßigen Entwicklung liegt die Garantie für die rasche Steigerung der Arbeitsproduktivität, die größtmögliche Stärkung der Republik und die Erziehung des allseitig gebildeten sozialistischen Menschen“; so formuliert in der Vereinbarung zwischen dem VEB Eisenhüttenkombinat Ost Eisenhüttenstadt und dem Kleist-Theater. Im Gegenzug sollte „den Künstlern das Verständnis für die ökonomischen Prozesse und die Probleme der Planung und Leitung der Volkswirtschaft“ erleichtert werden.[6]

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[5] Stadtarchiv Frankfurt (Oder), Aktenzeichen 4186, Bl. 17-18, 29, 34, 195, 201; Stadtarchiv Frankfurt (Oder), Aktenzeichen 150, Bl. 59; Hans-Jürgen Senff: Kleist-Theater. Frankfurt an der Oder 1946-56, Frankfurt (Oder), 1956, S. 4; Stadtarchiv Frankfurt (Oder).
[6]Stadtarchiv Frankfurt (Oder), Aktenzeichen 12888, Bl. 1-4.

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