Reformpädagogik


Reformpädagogik

Einrichtungen wie Montessori-, Waldorf- oder auch Odenwaldschule stehen für Schulen mit einer bestimmten pädagogischen Ausrichtung und sind in der breiten Öffentlichkeit wohl bekannt. Der Hintergrund dieser auch heute noch sehr aktuellen Konzepte ist im Zuge einer internationalen Bewegung zu suchen, der sogenannten reformpädagogischen Bewegung.  

Der Begriff „Die reformpädagogische Bewegung“ bezeichnet eine Vielzahl von pädagogischen Ideen, Experimenten und deren teilweise Umsetzung in dem Zeitraum um 1900 bis 1933. Nur drei Jahrzehnte, die aber mit dem Deutschen Kaiserreich und der Weimarer Republik zwei Staatsformen und mit dem Ersten Weltkrieg eine deutliche Zäsur erleben. All diese Konzepte werden heute unter dem Begriff reformpädagogische Bewegung zusammengefasst. Das Hauptaugenmerk der Reformpädagogik lag dabei auf dem Bereich der Schule. Zwar handelt es sich bei dieser Bewegung um ein internationales Phänomen, aber im Folgenden soll lediglich die Situation in Deutschland beleuchtet werden.  

Während das zeitliche Ende der reformpädagogischen Bewegung mit der nationalsozialistischen Machteroberung unstrittig festgelegt werden kann, so gibt es hingegen zu der Frage, wann die reformpädagogische Bewegung einsetzt, unterschiedliche Meinungen. Oftmals wird der Beginn mit dem Jahr 1900 angegeben.
Als Anstoß gilt dabei das Buch „Das Jahrhundert des Kindes“ der schwedischen Schriftstellerin und Reformpädagogin Ellen Key. Dieses ist zugleich Auftakt der Bewegung “vom Kinde aus”.
Wieder andere meinen, der Begin der Reformpädagogik sei durch eine Rede von Kaiser Wilhelm anlässlich einer Schulkonferenz im Dezember des Jahres 1890 markiert, in welcher er sich kritisch über die preußischen Schulen und deren Unterrichtsrealitäten äußert.

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