Märkische Spielgemeinde

Georg Götsch
Georg Götsch, Quelle: Archiv der Jugendbewegung

Georg Götsch und die Märkische Spielgemeinde

Georg Götsch hatte 1921 in Berlin den Jugend- und Studentenchor „Märkische Spielgemeinde“ gegründet, die nebem dem Gesang auch den Tanz und das Theaterspiel pflegte. Die „Spielgemeinde“ unternahm Chorfahrten in Deutschland und ins europäische Ausland, z.B. nach Norwegen, Holland und England, und wurde damit Vorbild für andere Chöre. Bei den Auslandsfahrten diente die Musik als völkerverbindendes Element – als eine Sprache, die überall gesprochen und verstanden wird.

Die Chorfahrten wurden, den Idealen der Jugenbewegung folgend, im Sinne gemeinsamen Lebens und Arbeitens gestaltet, wobei das gemeinsame musische Tun im Vordergrund stand. Der Chor sollte dabei eine echte menschliche Lebensgemeinschaft bilden und nicht nur temporäre Zweckgemeinschaft sein.
Aus diesem Anspruch heraus entwickelte sich die Idee für ein „Musikheim“ als eine privat finanzierte Siedlung auf dem Lande mit den Mitgliedern der „Märkischen Spielgemeinde“. „Man kann rückschauend aber wohl sagen, daß die Pläne einer gemeinsamen Landsiedlung eher romantisch als real waren“[1] schrieb dazu Erich Bitterhof, Freund und Mitarbeiter Georg Götschs in der Märkischen Spielgemeinde und später im Musikheim.

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[1] Bitterhof, Erich: Das Musikheim Frankfurt/Oder 1929-1941, Burg Ludwigstein, 1980, S. 13.

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